Sowohl im Kanton Zürich als auch auf nationaler Ebene ist die Migrationsbevölkerung sportlich etwas weniger aktiv als die einheimische Bevölkerung. Die Migrationsbevölkerung im Kanton Zürich treibt mehr Sport als die Migrationsbevölkerung der restlichen Schweiz.
Die Unterschiede in der sportlichen Aktivität sind zwischen den Schweizer Sprachregionen grösser als zwischen der einheimischen Bevölkerung und der Migrationsbevölkerung der jeweiligen Regionen.
Innerhalb der Migrationsbevölkerung sind besonders Frauen mit Herkunft Südeuropa, Balkan, Türkei, Osteuropa sowie aus Herkunftsregionen ausserhalb Europas (insbesondere Afrika, Südamerika und Asien) häufig sportlich inaktiv.
Während das sportliche Aktivitätsmuster der Doppelbürger-Männer weitgehend demjenigen der einheimischen Bevölkerung entspricht, gleicht dasjenige der Doppelbürger-Frauen demjenigen der Bevölkerung mit ausländischer Nationalität. Die unterdurchschnittliche sportliche Aktivität von ausländischen Frauen im Alter von 30 bis 44 Jahren liegt auch an der überdurchschnittlich häufigen Doppelbelastung mit minderjährigen Kindern und Erwerbsarbeit.
Generell gilt: Je höher die Bildung, desto höher die sportliche Aktivität. Dieser Bildungseffekt ist in der Migrationsbevölkerung besonders ausgeprägt. Fast zwei Drittel der Migrationsbevölkerung mit tiefer Bildung sind sportlich inaktiv.
| Autor/in Buch | Adrian Fischer, Stephan Wild-Eck, Markus Lamprecht, Hanspeter Stamm, Stefan Schötzau, Julia Morais |
| Verlag | Kantonale Fachstelle für Integrationsfragen und Fachstelle Sport |
| Ort | Zürich |
| Erscheinungsjahr | 2010 |
| Seitenzahl | 44 |
