MAS Soziokultur/Gemeinwesenentwicklung

 

Die Begegnungen und Auseinandersetzungen in öffentlichen Räumen rücken zunehmend sowohl ins Blickfeld der Sozialen Arbeit als auch in den Bereich des gestaltesrischen Wirkens. Der Weiterbildungsmaster MAS an der HSSAZ, der zusammen mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGKZ durchgeführt wird, richtet sich deshalb an Professionelle aus Soziokultur, Gemeinwesenentwicklung, Pädagogik sowie aus Gestaltung, Kunst und Planung. Fachübergreifende Einsichten und Lernprozesse prägen die zwei themenspezifischen Zertifikatslehrgänge.


www.infostelle.ch hat mit Urs Frey, dem Studienleiter für den MAS «Soziokultur/Gemeinwesenentwicklung» an der HSSAZ, gesprochen.



 


Spannende Zusammenarbeit zwischen Sozialer Arbeit und Gestaltung

«Handeln im öffentlichen Raum» war der erste Weiterbildungskurs der HSSAZ, nachdem die ehemalige Schule für Soziokulturelle Animation in der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich aufgenommen wurde. Schon dieser Pilotkurs wurde in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst angeboten; denn Gemeinwesenentwicklung spielt sich oft im interdisziplinären Feld der Sozialen Arbeit und zugleich im gestalterisch-künstlerischen Bereich ab. Sozialarbeiter und Werklehrerinnen spannen vermehrt zusammen und prägen gemeinsam den Sozialraum.



Der disziplinübergreifende Ansatz fand bei beiden Schulen Anklang und so ist die Zusammenarbeit von HSSAZ und HGKZ in diesem Masterstudiengang schon eine kleine Tradition.

 


Themenspezifische Zertifikatslehrgänge

Zwei CAS-Lehrgänge und ein Wahlmodul vervollständigen den Masterstudiengang MAS «Soziokultur/Gemeinwesenentwicklung» an der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich. Die zwei CAS-Lehrgänge werden alternierend angeboten.



Der CAS «Den öffentlichen Raum wahrnehmen und inszenieren» lädt ein zum spannenden Experiment, unter kundiger Leitung den eigenen kreativen Aktionsradius in einem vorgegebenen Praxisfeld zu erweitern und danach zu reflektieren.

Im CAS «Projektgestaltung in Soziokultur und Gemeinwesenentwicklung» bringen die Teilnehmenden Beispiele aus der eigenen Praxis mit. Mittels spezifischer methodischer Verfahren gewinnen sie innovative und kreative Zugänge zu aktuellen Aufgabenstellungen innerhalb der Soziokultur.



Die Auseinandersetzung mit den eigenen Projekten geschieht wiederum disziplinübergreifend, mit «viel Frische» und «abseits methodischer Trampelpfade», wie Urs Frey betont. Nebst der Herausforderung gewinnen die Teilnehmenden dabei neue Einsichten in ihr Praxisprojekt und erfahren in vielen Fällen eine Entlastung durch Gruppe und Dozierende. 




 


Zielpublikum und daraus entstehende Dynamik

Angesprochen mit dem MAS werden Sozialarbeiter/innen, jedoch auch Werklehrer/innen oder Berufsleute aus dem Bildnerischen Gestalten; ebenfalls willkommen sind Fachleute aus der Diakonie oder der Pädagogik, aber auch




freiberuflich kreative Menschen, die sich mit dem Sozialraum tiefer auseinandersetzen wollen. Die aus der berufsübergreifenden Mischung entstehende Dynamik wird in den Lehrgängen aufgenommen.


Es wird laut Urs Frey eine kreative und spielerische Atmosphäre aufgebaut, die dazu beiträgt, dass Inspiration, Prozesshaftigkeit und Experimentierfreude ebenso wichtig sind wie Reflexion und Auswertung.



 


Ausblick

Die Hochschule für Soziale Arbeit Zürich möchte die wertvolle Kooperation mit der HGKZ beibehalten und ist offen für neue Entwicklungsschritte in diesem Weiterbildungsbereich.

Die Attraktivität der interdisziplinären Zusammenarbeit kann eine Antwort sein auf die Herausforderung der immer wieder sich verändernden Bedingungen im sozialen Raum, sei es im Park, auf dem Pausenplatz oder im Einkaufszentrum.


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